Zum 3. Mal organisierte die Kinderhilfe Nepal e.V. Mainz eine Reise für Vereinsmitglieder und Gäste nach Nepal. Dies, wie immer verbunden mit der Absicht, weitere Besucher für dieses schöne Land mit seinen wunderbaren Menschen, ihrer Kultur und der aufregenden Natur zu begeistern, aber auch und dies nicht zuletzt, um den Ort des Engagements der Kinderhilfe Nepal, das ‚Parizat Nestling Home’ zu besuchen. Es ist dem Verein wichtig, auch persönlich im Kontakt mit den Verantwortlichen und den Mädchen/jungen Frauen zu bleiben. Nur so kann die Hilfe den Bedarfen angepasst und zukunftsgerichtet gestaltet werden.

Am 23.10.2023 machten wir -15 TeilnehmerInnen- uns ab Flughafen Frankfurt auf die weite Reise nach Nepal. Wir kamen am folgenden Tag gegen Abend im sehr schönen Himalaya-Hotel in Kathmandu an. Dort trafen wir uns erstmals als Reisegruppe in lebhafter Runde.

Reisetag 3 und 4:

Wir erkundeten die Landeshauptstadt Kathmandu mit ihren historischen, im Kathmandutal gelegenen Königstädten und den heiligen Stätten des Hinduismus und Buddhismus. Heiligtümer, die belegbar um das Jahr 642 n.Chr. und vor allem im 13. bis 18. Jahrhundert erbaut wurden. Die uralte, sehr ungewöhnliche Baukunst und die bis heute sehr lebendige Verehrung der Götter in den Heiligtümern beeindruckten uns sehr. Unser Reiseführer konnte uns die Besonderheiten der einzelnen Orte der Verehrung bestens erklären. An jedem dieser heiligen Orte nahmen wir mit Staunen wahr, wie sehr die vielen verschiedenen Gottheiten von den Nepalesen verehrt werden und zu ihrem Alltag gehören.

Die bereits erfahrenen Nepalreisenden der Gruppe waren sehr überrascht und beeindruckt vom Wiederaufbau der alten Kultur-Stätten nach dem dramatischen Erdbeben von 2015. Auch das Straßennetz im Kathmandutal ist inzwischen weitgehend asphaltiert. Die rege Bautätigkeit, der neu gestaltete Flughafen Tribhuvan als Eintrittspforte Nepals und die große Anzahl restaurierter und neuer Gebäude in der Stadt sind eine in diesem Umfang überraschende Entwicklung der vergangenen Jahre.

Reisetag 5:

Ein besonders von den UnterstützerInnenn der Kinderhilfe heiß ersehnter Tag war unser Besuchstag im Kinderheim Parizat Nestling Home. Das Haus befindet sich im dicht besiedelten Teil der Stadt Kathmandu. Der Leiter der Einrichtung, Herr Moktan und seine MitarbeiterInnen gestalteten ein Tagesprogramm für uns, an dem die Mädchen mit ihrer Karategruppe und mit traditionellen Tänzen in entsprechenden Kostümen wesentlichen Anteil hatten.

Der Tag bot uns die Gelegenheit, ganz persönlich in Kontakt mit den Schülerinnen und MitarbeiterInnen der Einrichtung zu kommen. Wir Gäste hatten uns auf gemeinsames Basteln, Spielen, Malen, Fotografieren und Singen mit den Mädchen vorbereitet. Wir erlebten gemeinsame fröhliche Stunden in sehr angenehmer Atmosphäre.

Hubert Schwarz und Henry Starke (beide Vorstand Kinderhilfe) nutzten die Zeit für ein Gespräch mit dem Leiter des Hauses, Herrn Moktan, zur Entwicklung und weiteren Förderungen durch unseren Verein. Am Abend gab es als Abschluss des Tages noch ein reichhaltiges nepalesisches Büfett für uns. Die Herzlichkeit und das Begrüßungsprogramm als Ausdruck des Willkommens sowie das informative, lebhafte Tagesprogramm mit intensivem Austausch mit den Mädchen und jungen Frauen hat uns sehr positiv beindruckt.

Reisetag 6:

Unsere Reise per Bus führte uns weiter in Richtung Dhulikel. Wir besuchten auf dem Weg dorthin den in einer Schlucht gelegenen Dakshinkali-Tempel. Hier werden zur Besänftigung der Götter Tieropfer dargebracht. Als nicht Gläubige war es uns erlaubt, nahe an den heiligen Ort zu gehen und mit Erstaunen und Respekt an den Zeremonien der vielen Gläubigen teilzuhaben. Abends logierten wir im Hotel „Himalaya Horizon“, das seinen Namen alle Ehre machte: unsere erste Aussicht auf die Gebirgskette des Himalayas.

Reisetag 7:

Dieser Tag begann mit einer ca. zweistündigen wunderschönen Wanderung durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Kleine Bauernhöfe mit einer Handvoll Nutztieren wie Rind, Schaf, Ziege und Geflügel, die vermutlich geradeso zur Selbstversorgung ausreichen, werden an den steilen Hängen bewirtschaftet.

Mit immer wieder traumhaften Ausblicken auf die Landschaft wanderten wir bis zum buddhistischen Kloster Namobuddha. Es blieb noch kurze Zeit, das Kloster zu besichtigen. Dann fuhren wir mit unserem Bus nach Dapcha, einem Ort ca. 40 km östlich von Kathmandu.

Das Parizat Nestling Home hat vor einigen Jahren mit finanzieller Unterstützung der Kinderhilfe in Dapcha ein Grundstück erworben auf dem mittelfristig ein neues Zuhause für die Mädchen entstehen wird. Hier im ländlichen Raum mit guter schulischer Infrastruktur, ist als weiteres Ziel zur schulischen Bildung auch Unterrichtung im Gartenbau vorgesehen. Hiermit wird die individuelle Zukunft der Schülerinnen um diese sinnvolle Unterrichtung ergänzt. Gleichwohl wird der Gartenbau zur Selbstversorgung der Einrichtung genutzt.

Das erste von mehreren geplanten Häusern auf dem Grundstück ist bereits errichtet. Ein Verwalterpaar ist eingestellt und wohnt dort. Sie haben das gesamte Grundstück bereits bewirtschaftet und die erste Ernte eingebracht.

Wir verbrachten sehr schöne Stunden an dem angenehmen Ort mit viel Diskussion über Wege und Möglichkeiten das Projekt der Umsiedlung des Kinderheims trotz aller Widrigkeiten zu realisieren. Auf Grund politischer Entscheidungen ist derzeit leider keine Fortführung des Bauvorhabens möglich.

Reisetag 8:

Dieser Tag erwies sich als Bus-Reisetag pur. Gestartet am frühen Morgen in Dhulikel ging es in westlicher Richtung nach Bandipur. Wir mussten etwas mühsam lernen, dass dass offenbar die Straßenführungen Nepals sehr weiträumig ausgebaut werden. Aufgrund riesiger Baustellen von vielen Kilometern kamen wir erst gegen Abend in Bandipur an. Beim Spaziergang in der Dämmerung hatten wir zur Entschädigung erstmals zauberhafte Aussichten auf die Bergspitzen des Himalayas und erkundeten den historischen, autofreien wunderschönen Ort mit den Häusern der alten Newar -Kultur. Hier leben die Menschen vom Tourismus. Unser Hotel, ein sehr ungewöhnliches, uraltes Holzhaus, hat uns sehr beeindruckt.

Reisetag 9:

Ein erneut weiter Reiseweg mit dem Ziel Tansen lag vor uns. An dieser Stelle sei noch einmal ein Lob an unseren Busfahrer und seinen Assistenten ausgesprochen, die uns sicher Kilometer für Kilometer durch die Baustellen und später in der Dämmerung die Serpentinen bis zum höchsten Punkt der Stadt Tansen (1370m) manövrierten. Ein wunderbarer Halt am Nachmittag unterbrach die lange Busfahrt. An einer Hängebrücke für Fußgänger, die einige 100 m über ein weites Tal führte, machten wir Rast. Viele nutzten die willkommene Gelegenheit für einen ungewöhnlichen Spaziergang über den leicht schwankenden Fußweg.

Reisetag 10:

Der nächste Morgen in unserem Mountain-Resort belohnte uns mit seinem Sonnenaufgang über den Himalaya-Bergen. Wir trafen uns zu einer Wanderung durch die Natur der Umgebung zu einem Park mit Aussichtsturm, der nochmals einen grandiosen Blick auf die Berge ermöglichte. Am Nachmittag erkundeten wir die Stadt Tansen mit wunderschönen alten Newarhäusern. Wir wurden zu Zuschauern eines bunten Familienfests und staunten über die Matratzenherstellung in Handarbeit auf der Straße.

Wir bummelten durch die Geschäfte und wunderten uns über einen im neoklassizistischen Baustil errichteten Palast in abendländischer Architektur. Ein Tag voller Eindrücke entschädigte uns so für die unerwartet lange und beschwerliche Busfahrt vom Vortag.

Reisetag 11:

Unser Ziel war der Ort Lumbini, die Geburtstätte Buddhas im Jahr 563 v. Chr. Bereits aus dem Reisebus fielen uns die günstigeren Lebensbedingungen der Menschen in dieser Region auf. Wir fuhren durch ebene, dicht besiedelte Landschaften, in der sowohl Landwirtschaft und Gartenbau, als auch Handwerk und Industrie für Arbeitsplätze und damit offenbar für gewissen Wohlstand sorgen.

Der Ort Lumbini war zum Glück nicht von dem schweren Erdbeben 2015 betroffen. Hier befindet sich eine ca. 10 qkm große Parkanlage mit vielen Klöstern der verschiedenen buddhistischen Glaubensrichtungen. Zu erwähnen ist hier vor allem der Maya Devi-Tempel, die Geburtsstätte Buddhas als wichtige buddhistische Pilgerstätte. Die riesige Anzahl der Besucher, die diesen Ort in tiefer Gläubigkeit/Ehrfurcht aufsuchten, beindruckte uns auch hier sehr.

Reisetag 12:

Unsere Reise ging weiter in den Chitwan-Nationalpark. Hier im Tiefland Nepals an der Grenze zu Indien, im sogenannten Terai. herrscht subtropisches Klima. Unser Hotel im dichten Grün machte einen sehr einladenden Eindruck. Nach kurzer Pause  starteten wir zu unserem ersten Erkundungsweg am Rande des Nationalparks. Nur wenige Schritte und wir waren bereits auf einem Fußpfad im hohen Gras und umgeben vom vielfältigen Stimmengewirr der Vögel und anderer Tiere. Auf der gegenüberliegenden Seite des kleinen Gewässers zeigten sich Damhirsche und später sogar ein Nashorn.

Reisetag 13:

Unter Führung eines Rangers brachen wir am frühen Morgen auf, um mit dem Einbaum-Boot eine Flussfahrt durch den Dschungel zu starten. Atemberaubend! Völlig lautlos bewegte sich das Boot mit uns 15 Personen an Bord. Außer über die unglaubliche Landschaft staunten wir über Eisvögel, Krokodile, Schlangen – und in der umgebenden Flusslandschaft konnten wir wieder Damwild und ein Nashorn beobachten.

Nach der Einbaum-Fahrt ging es zu Fuß tiefer in den Nationalpark hinein. Auch hier war es wichtig, leise zu sein und auf jeden Schritt zu achten. Der erfahrene Ranger machte uns auf besondere Pflanzen und Insekten, große und kleinere Tiere aufmerksam. Wir sahen (leider nur) die Fußabdrücke eines Tigers, bewunderten riesige Lianen und pausierten schweigend auf einem Baumstamm im Sumpf – eine ganz besondere Stimmung lag um uns herum.

Am Nachmittag erlebten wir den weitläufigen Nationalpark auf einer zweistündigen Fahrt mit einem Jeep. Wieder konnten wir einige Tiere beobachten, insbesondere größere Gruppen von Elefanten, die von ihren Führern, Mahut genannt, von ihrem täglichen freien Aufenthalt im Dschungel zurück in ihre Nachtunterkünfte geführt wurden. Ein beeindruckendes Erlebnis, Elefanten in so unmittelbarer Nähe zu sehen.

Den Tag beendeten wir in großer Runde auf einem Platz am Hotel. Hier konnten wir uns an Tanz- und Musikdarbietungen der Tharu, eines Volksstammes aus dem Terai, erfreuen.

Reisetag 14:

In der Frühe nahmen wir Abschied vom Nationalpark und fuhren mit unserem Bus auf wieder etwas beschwerlicher Strecke zurück in die Hauptstadt Kathmandu. Dort stand uns als Tagesgäste wieder im Himalaya-Hotel ein Zimmer zum Ausruhen und für die Vorbereitungen des Rückflugs zur Verfügung.

Der Nachmittag bot noch etwas Zeit für einen kleinen Einkaufsbummel in der Innenstadt. Den gemeinsamen Abschlussabend verbrachten wir im Bojan Griha Restaurant in Kathmandu, in einem schön restaurierten historischen Gebäude, mit köstlichen, typisch nepalesischen Gerichten und mit folkloristischen Darbietungen nepalesischer Tänze, Musik und Gesang.

Noch in der Nacht traten wir vom Flughafen Tribhuvan/Kathmandu unseren Rückflug über Doha nach Frankfurt an. Ankunft am 6.11.2023, also am 15. Tag dieser erlebnisreichen Reise.

Der große Dank für dieses Nepal-Abenteuer geht einmal an unseren Verein, die „Kinderhilfe Nepal e.V.Mainz“, der diese Reise mit der Firma Gebeco organisiert hat, an die netten Menschen unserer Reisegruppe, an die Erwachsenen und Mädchen im Parizat Nestling Home und  – nicht zuletzt  – an unsere beiden wunderbaren Reiseführer, gut informierte und motivierte Nepalesen, die sehr gut deutsch sprachen und uns mit vielen Informationen über Nepals Menschen, Kultur, Religion und Landschaft bereicherten.

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